Project Description

Kunstdepot Hall in Tirol

Architekturwettbewerb für ein neues Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen in Hall in Tirol.

Städtebau
Das Bauwerk bildet den Übergang zwischen der Stadt und den Feldern im Norden. Als Antwort auf diese Randlage sind lediglich zwei eingeschossige ‚Pavillons‘ des Kunstdepots in Hall sichtbar, der restliche Teil der Baumasse ist Teil der Landschaft (siehe auch HT Konzept).

Architektur
Über ein Sockelgeschoß werden zueinander verschobene ‚Pavillons‘ aufgesetzt, die frei in der Landschaft stehen.
Der Sockel symbolisiert das Gestein das im Erdreich liegt. In Teilbereichen werden Einblicke in das eingegrabene Sockelgeschoß möglich, Glasfassaden- und dächer werden wie feine, im ‚Gestein‘ eingelagerte Adern freigelegt.
Der Sockel aus Stahlbeton steht für das schwere Element und beinhaltet die Depoträume und an den zum Vorplatz sich öffnenden Fassaden die Anlieferung, Eingang, Verwaltung und Werkstätte.

Die ‚Pavillons‘ in Holzbauweise sind das leichte Pendent und sitzen auf dem sichtbaren Teil des Sockels sowie in der Landschaft. Sie beinhalten die Ateliers, Arbeitsräume und den Sozialbereich.
Eine der südseitigen Fassade vorgelagerte zweite Schicht aus vertikalen Holzlamellen schafft geschützte Arbeitsbereiche, während sich die nordseitigen Räume zum Karwendel hin öffnen.

Ein über die gesamte Länge des Kunstdepots in Hall führender Schleusenraum oder „Magistrale“ wird durch sein Glasdach zu einem lichtdurchfluteten zweigeschossigen Trichter im Kern des Gebäudes und bildet eine klare Trennlinie zwischen den beiden Bauabschnitten.

Architekturwettbewerb

Beratender Geologe: GeoZT, Dr.Poscher, Hall in Tirol

Beratende Statik: ZTW DI Weilhartner, Ried im Innkreis

Beratende Bauphysik: TAS Leonding

Nutzfläche: 12.400m2

Hüllflächen: 16.600m2

Funktionale Zusammenhänge
Sämtliche Wege innerhalb des Bauwerks führen über ein zentrales Gelenk in der Mitte des Gebäudes – eine über drei Geschoße laufende Stiegenanlage mit Lastenlift. Neben kurzen Wegen entstehen zufällige Begegnungen und Austausch unter den Nutzern.
Der Schleusenraum erschließt sämtliche Kunstdepots auf beiden Ebenen und steht in Verbindung zum vertikalen Gelenk des Gebäudes.