Project Description

Kindergarten in Wien

Architekturwettbewerb zurPlanung eines Kindergarten mit sechs Gruppen am Nordrand von Wien in Passivhausbauweise.

ARCHITEKTUR & STÄDTEBAU
Der Kindergarten in Wien – Nord vermittelt zwischen einer kleinteiligen Vorstadtstruktur und großflächig angelegten Schulgebäuden. Der Baukörper erscheint strassenseitig als zurückgestufter Block mit drei südseitigen Aufklappungen im Dach, die Tageslicht und Sonnenenergie ins Gebäudeinnere bringen. Neben der nötigen Belichtung erhält der Erschließungsbereich dadurch Aufenthaltsqualitäten und bringt ein über das Raumprogramm hinausgehendes Potenzial in der Nutzung, wie eine Bühne, Spiel- und Kletterbereiche und überdachte Aussenbereiche.

FUNKTION
Über zwei einfach überblickbare Hauptachsen – Eingang-Gartenachse sowie Spielachse – werden sämtliche Funktionen im Kindergarten in Wien – Nord erschlossen, die Achsen vermitteln zwischen Verwaltung (zur Strasse) und Gruppenräume (zum Garten) sowie Bistros und Kreativräume und bieten den Kleinkindern Orientierung und Übersicht innerhalb des Neubaus. Garderoben sind als räumliche und territoriale Puffer zwischen der Erschließung und den Gruppenräumen gesetzt.

Architekturwettbewerb, Anerkennung

Auslober: Stadt Wien, MA19

Konstruktion: Holzriegel- und Brettstapelkonstruktion mit hinterlüfteten Putzträgerplatten

Nettonutzfläche 1.046m2

Bruttorauminhalt 6.576m3

Heizwärmebedarf <15kwh/m2a Passivhausstandard

Die Orientierung der vorgesehenen Gruppenräume zum Garten und zur Sonne, die Maximierung der Gartenfläche sowie die Anbindung an den benachbarten Kinderspielplatz sind entwurfsbestimmend für die Ausrichtung des Gebäudes am Grundstück.

ÖKONOMIE & ÖKOLOGIE & RAUMWIRKUNG
Die Holzriegel- und Brettstapelkonstruktion bietet einen hohen Vorfertigungsgrad, kurze Bauzeiten und einen nachhaltigen Baustoff. Die Passivbauweise fördert die kompakte und geschlossene Erscheinungsform des Gebäudes, welche der intensiven Nutzung und beschränkten Orientierungsfähigkeit durch Kleinkinder entgegenkommt.
Holz bestimmt den Innenausbau, das durch seine haptischen und taktilen Qualitäten und seine günstigen baubiologischen Eigenschaften für die jungen Benutzer optimal geeignet ist.